In dieser Biographie sind die wichtigsten Stationen und Ereignisse
im Leben Paul Hindemiths sowie bedeutende Werke verzeichnet.
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1895
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Paul Hindemith wird
am 16. November in Hanau geboren.
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| 1898 |
Die Schwester Toni wird am 20. Februar
in Niederrodenbach geboren.
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| 1899 |
Paul Hindemith lebt bis zur Einschulung bei
den Großeltern in Naumburg am Queis (Schlesien).
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| 1900 |
Der Bruder Rudolf wird am 9. Januar in Niederrodenbach
geboren.
Die Familie siedelt im Juli nach Offenbach/Main, im Oktober nach Mühlheim/Main.
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| 1902 |
April: Einschulung in Mühlheim. Geigenunterricht
bei dem Schullehrer Eugen Reinhardt.
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| 1905 |
Umzug der Familie Hindemith nach Frankfurt/Main.
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| 1907 |
Geigenunterricht bei der aus der Schweiz stammenden
Geigerin Anna Hegner. Erste Auftritte der Geschwister als „Frankfurter
Kindertrio“, das bis 1912 während der Sommerferien in der schlesischen
Heimat des Vaters Konzerte gibt.
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| 1908 |
Anna Hegner verläßt
Frankfurt und vermittelt Hindemith zunächst als Privatschüler
an Adolf Rebner, Geigenlehrer an Dr. Hoch's Conservatorium in Frankfurt/Main.
Zum Wintersemester wird Hindemith als Stipendiat offiziell in Rebners
Geigenklasse aufgenommen.
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| 1909 |
Erste Beiträge zu Vortragsabenden am Hoch’schen
Conservatorium.
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| 1912 |
Kompositionsunterricht bei Arnold Mendelssohn.
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| 1913 |
Kompositionsunterricht bei Bernhard Sekles.
In den Sommermonaten ist Hindemith Mitglied einer Schweizer Kurkapelle, die in
Luzern und Lugano Kurkonzerte gibt.
Ab Dezember Konzertmeister der Frankfurter Operettenbühne „Neues Theater“.
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| 1914 |
In den Sommermonaten ist Hindemith Mitglied
eines Kurorchesters in Heiden/Schweiz.
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| 1915 |
Zweiter Geiger im Rebner-Quartett.
26. April: Uraufführung des 1. Streichquartetts C-Dur op. 2 (1915)
in Dr. Hoch's Conservatorium in Frankfurt/Main.
Hindemith erhält von der Joseph-Joachim-Stiftung in Berlin eine Geige.
Konzertmeister im Opernhausorchester Frankfurt.
Am 25. September fällt der Vater in Flandern an der Front.
Im Herbst erhält Hindemith für sein Streichquartett von der Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung
in Berlin einen Preis über 750 Mark.
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| 1916 |
28. Juni: Uraufführung des Konzerts
in Es-Dur für Violoncello und Orchester op. 3 (1916) in Frankfurt/Main.
Lustige Sinfonietta op. 4.
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| 1917 |
Drei Stücke für Violoncello und
Klavier op. 8 (1917) erscheinen bei Breitkopf & Härtel.
13. August: Einberufung zum „Musketier“. Hindemith wird zunächst
in Frankfurt stationiert und für seinen Orchesterdienst freigestellt.
Drei Gesänge für Sopran und Orchester op. 9; Violinsonate
op. 11 Nr. 6.
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| 1918 |
Hindemith wird am 16. Januar als Militärmusiker
eines Infanterie-Regiments ins Elsaß verlegt. Ab April ist seine
Einheit in Nordfrankreich und Belgien stationiert, wo Hindemith die Greuel
des Krieges erlebt. Am 5. Dezember wird er aus dem Militärdienst entlassen.
Teilweise im Feld entstehen das 2. Streichquartett f-Moll op. 10 und
die Violinsonaten op. 11 Nr. 1 und 2.
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| 1919 |
2. Juni: Kompositionsabend mit Werken von Paul
Hindemith am Hoch’schen Conservatorium. Das Verlagshaus B. Schott’s
Söhne in Mainz wird auf den jungen Komponisten aufmerksam. Hindemiths
Zusammenarbeit mit dem Verlag wird zeitlebens andauern.
Im Sommer wechselt Hindemith im Rebner-Quartett von der zweiten Geige zur Bratsche.
Bratschensonaten op. 11 Nr. 4 und Nr. 5; Melancholie für Mezzosopran
und Streichquartett op. 13; Drei Hymnen nach Walt Whitman für Bariton
und Klavier op. 14; Klavierzyklus In einer Nacht… Träume und
Erlebnisse op. 15.
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| 1920 |
3. Streichquartett op. 16; Sonate
für Klavier op. 17; Lieder mit Klavier op. 18; Tanzstücke
für Klavier op. 19.
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| 1921 |
4. Juni: Uraufführung der Einakter Mörder,
Hoffnung der Frauen op. 12 (1919) und Das Nusch-Nuschi op.
20 (1920) durch Fritz Busch in Stuttgart.
1. August: Uraufführung des 3. Streichquartetts op. 16 (1920)
bei den erstmals stattfindenden „Donaueschinger Kammermusik-Aufführungen
zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“. Es spielt das
spätere „Amar-Quartett“: Licco Amar und Walter Caspar
(Violine), Paul Hindemith (Viola) und Rudolf Hindemith bzw. alternierend
Maurits Frank (Violoncello).
Beide Premieren sorgen für Schlagzeilen und machen Hindemith überregional
als „Bürgerschreck“ bekannt.
Sonate für Violoncello und Klavier op. 11 Nr. 3 (zweite Fassung); 4.
Streichquartett op. 22.
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| 1922 |
Gründung des Amar-Quartetts, das sich
zu einem der bedeutendsten Ensembles der 1920er Jahre entwickelt. Beginn
reger Konzerttätigkeit mit dem Amar-Quartett und als Kammermusiker.
26. März 1922: Uraufführung des vollständigen Einakter-Triptychons
mit Mörder, Hoffnung der Frauen op. 12, Das Nusch-Nuschi op.
20 und Sancta Susanna op. 21 durch Ludwig Rottenberg in Frankfurt.
Die „Gemeinschaft für Musik“, zu der sich Hindemith im Juli
mit Freunden zusammenschließt, soll neue Formen des Konzerts begründen: „Wir
sind überzeugt, daß das Konzert in seiner heutigen Form eine Einrichtung
ist, die bekämpft werden muß, und wollen versuchen, die fast schon
verloren gegangene Gemeinschaft zwischen Ausführenden und Hörern wiederherzustellen.“ Bis
März 1923 finden im Rahmen der „Gemeinschaft für Musik“ 10
Kammerkonzerte statt; die Inflation setzt dem Projekt ein Ende.
Hindemith entdeckt die Viola d’amore für sich, „ein ganz herrliches
Instrument, das ganz verschollen ist, und für das nur eine ganz kleine Literatur
besteht.“ Hindemith, der von nun an immer wieder Konzerte mit Alter Musik
auf historischen Instrumenten gibt, gehört zu den frühen Wegbereitern
der Historischen Aufführungspraxis.
Des Todes Tod op. 23a für eine Frauenstimme mit Begleitung von
zwei Bratschen und zwei Celli; Kammermusik Nr. 1 op. 24a; Die junge
Magd op. 23 Nr. 2 für eine Altstimme mit Flöte, Klarinette und
Streichquartett; Sonaten op. 25; 1922. Suite für Klavier op. 26; Kleine
Kammermusik für fünf Bläser op. 24 Nr. 2; Ballett Der
Dämon op. 28.
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| 1923 |
Eine feste vertragliche Bindung an den Schott-Verlag
mit regelmäßigen Zahlungen erlaubt Hindemith, die Konzertmeister-Stelle
am Frankfurter Opernhaus aufzugeben.
Mitglied des Programmausschusses in Donaueschingen.
Hindemith bezieht den „Kuhhirtenturm“, einen Turm der mittelalterlichen
Stadtbefestigungsanlage Frankfurts am Sachsenhäuser Mainufer. Zur Herrichtung
des Gebäudes verwendet er 1000 Dollar, die er vom Pianisten Paul Wittgenstein
für die Komposition der Klaviermusik mit Orchester (Klavier linke Hand) op.
29 erhalten hat.
Das Marienleben op. 27 für Sopran und Klavier; Quintett für
Klarinette und Streichquartett op. 30; Sonaten op. 31; Lieder nach alten
Texten op. 33; 5. Streichquartett op. 32; Sonate für Violoncello
allein op. 25 Nr. 3.
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| 1924 |
15. Mai: Heirat mit Gertrud Rottenberg
(1900-1967), Tochter von Ludwig Rottenberg, dem 1. Kapellmeister des Opernhausorchesters
in Frankfurt/Main.
Juli: Auf Anregung Hindemiths werden beim Musikfest in Donaueschingen Werke von
Arnold Schönberg, Anton Webern und Josef Matthias Hauer aufgeführt.
Violinsonaten op. 31; Trio für Violine, Bratsche und Cello op.
34; Die Serenaden. Kleine Kantate nach romantischen Texten für Sopran,
Oboe, Bratsche und Violoncello op. 35; Kammermusik Nr. 2 op. 36
Nr. 1.
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| 1925 |
Kammermusik Nr. 3 op.
36 Nr. 2; Kammermusik Nr. 4 op. 36 Nr. 3; Klaviermusik op.
37; Konzert für Orchester op. 38; 3 Anekdoten für
Radio; Ouvertüre zum Fliegenden Holländer, wie sie
eine schlechte Kurkapelle morgens um 7 am Brunnen vom Blatt spielt für
Streichquartett.
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| 1926 |
Kontakte zur Laienmusikbewegung „Die
Musikantengilde“.
9. November: Uraufführung der Oper Cardillac op. 39 durch Fritz
Busch in Dresden.
Musik für mechanische Instrumente op. 40; Konzertmusik für
Blasorchester op. 41; Lieder für Singkreise op. 43 Nr. 2.
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| 1927 |
Zum 1. Mai wird Hindemith an
die Hochschule für Musik in Berlin als Professor für Komposition
berufen. Bezug einer möblierten Wohnung in Berlin; der Frankfurter
Kuhhirtenturm bleibt bis 1938 häufig besuchter Zweitwohnsitz.
Juli: Die Donaueschinger Musiktage werden unter der Bezeichnung „Deutsche
Kammermusik“ in Baden-Baden fortgeführt.
4. bis 22. Dezember Reise des Amar-Quartettes in die UdSSR mit Konzerten
in Leningrad.
Klaviermusik op. 37; Spielmusik op. 43 Nr. 1; Kammermusik
Nr. 5 op. 36 Nr. 4; Kammermusik Nr. 6 op. 46 Nr. 1; Hin und
zurück op. 45a; Kammermusik Nr. 7 op. 46 Nr. 2; Schulwerk
für Instrumental-Zusammenspiel op. 44.
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| 1928 |
Zunehmende Tätigkeit als Konzertsolist.
Oktober: Hindemiths beziehen eine Wohnung am Sachsenplatz im Bezirk Charlottenburg.
18. Dezember bis 20. Januar 1929: Konzertreise des Amar-Quartetts durch die UdSSR
mit Gastspielen in Riga, Leningrad, Moskau, Odessa, Kiew und Charkow.
Trio für Klavier, Bratsche und Heckelphon op. 47.
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| 1929 |
22. April: Hindemith gibt in Gelsenkirchen
sein letztes Konzert als Mitglied des Amar-Quartetts.
In Berlin Gründung eines Streichtrios mit Josef Wolfsthal und Emanuel Feuermann.
8. Juni: Uraufführung der Oper Neues vom Tage unter der Leitung
von Otto Klemperer an der Berliner Krolloper.
In Zusammenarbeit mit Bert Brecht entsteht das experimentelle Bühnenwerk Lehrstück,
gemeinsam mit Brecht und Kurt Weill das Radio-Hörspiel Der Lindberghflug.
Beide werden im Juli bei den Kammermusiktagen in Baden-Baden uraufgeführt.
Sing- und Spielmusik op. 45.
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| 1930 |
Hindemith unterrichtet (bis 1936)
musikalische Laien in der Volksmusikschule Berlin-Neukölln.
Festival „Neue Musik Berlin“ als Weiterführung der Baden-Badener
Veranstaltungen.
Die Konzertmusik für Streichorchester und Blechbläser op.
50 entsteht als Auftragswerk zum 50jährigen Bestehen des Boston Symphony
Orchestra.
Kammermusik Nr. 6 op. 46 Nr. 1 (zweite Fassung); Konzertmusik für
Solobratsche und größeres Kammerorchester op. 48; Konzertmusik
für Klavier, Blechbläser und Harfen op. 49; Konzertmusik für
Streichorchester und Blechbläser op. 50; Männerchöre
a cappella; Wir bauen eine Stadt; Des kleinen Elektromusikers
Lieblinge für Trautonium.
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| 1931 |
Nach dem Tod von Josef Wolfsthal
wird Szymon Goldberg Mitglied im Streichtrio.
Zusammenarbeit mit Gottfried Benn am Textbuch zum Oratorium Das Unaufhörliche.
21. November: Uraufführung des Werkes unter der Leitung von Otto Klemperer
in der Krolloper Berlin.
Konzertmusik für ein Trautonium mit Begleitung des Streichorchesters; Stücke
für eine und zwei Geigen.
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| 1932 |
Im März nimmt Hindemith
an einem Kongreß für Arabische Musik in Kairo teil, zu dem
unter anderen auch Béla Bartók eingeladen ist.
Kompositionsauftrag für das Philharmonische Konzert anläßlich
des 50jährigen Bestehens des Berliner Philharmonischen Orchesters.
Plöner Musiktag.
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| 1933 |
Hindemiths Werke werden in Deutschland
als „kulturbolschewistisch“ verunglimpft und von den Konzertprogrammen
gestrichen. Er selbst erhält in Deutschland kaum noch Engagements.
Beginn der Arbeit am Text zur Oper Mathis der Maler. Bis 1936 komponiert
Hindemith eine umfangreiche Sammlung von Klavierliedern nach Gedichten von Matthias
Claudius, Friedrich Rückert, Novalis, Wilhelm Busch, Angelus Silesius, Friedrich
Hölderlin und Clemens Brentano.
Zweites Trio für Geige, Bratsche und Cello; Konzertstück
für zwei Altsaxophone.
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| 1934 |
12. März: Uraufführung
der Symphonie „Mathis der Maler“ durch die Berliner
Philharmoniker unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler. Der Erfolg
des Konzerts zieht einen in der Presse ausgetragenen, monatelangen Streit über
Hindemiths Werk nach sich.
20. März: Das Streichtrio Goldberg-Hindemith-Feuermann gibt in Mailand sein
letztes Konzert.
25. November: In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ erscheint Furtwänglers
Artikel „Der Fall Hindemith“.
28. November: Im von Joseph Goebbels herausgegebenen NS-Kampfblatt „Der
Angriff“ erscheint als Antwort auf Furtwängler der Artikel „Warum
Vorschußlorbeeren für den Konjunktur-Musiker Hindemith? Musik ohne
Resonanz im Volk“.
4. Dezember: Furtwängler legt all seine Ämter nieder.
5. Dezember: Paul Hindemith wird beurlaubt.
6. Dezember: Tagung der Reichskulturkammer im Berliner Sportpalast, bei der Propagandaminister
Joseph Goebbels Hindemith als atonalen Geräuschemacher tituliert.
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| 1935 |
Januar und Februar: Hindemith zieht
sich in den Schwarzwald zurück und arbeitet an Libretto und Musik
zu Mathis der Maler.
An Hindemith ergeht das Angebot der türkischen Regierung, die Musiker- und
Musiklehrerausbildung in der Türkei zu reformieren.
3. April bis 16. Mai: Erste Reise in die Türkei.
Oktober: Hindemith nimmt zwar seine Lehrtätigkeit an der Berliner Hochschule
wieder auf, nutzt aber dennoch jede Gelegenheit, um Berlin den Rücken zu
kehren.
14. November: in Amsterdam Uraufführung des Bratschenkonzertes Der Schwanendreher durch
Paul Hindemith (Bratsche) unter der Leitung von Willem Mengelberg.
Vollendung der Oper Mathis der Maler; Sonate in E für
Geige und Klavier.
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| 1936 |
22. Januar: Aus Anlaß des
Todes des englischen Königs George V. komponiert Hindemith, der sich
gerade auf einer Konzerttournee in England befindet, innerhalb weniger
Stunden die Trauermusik für Bratsche und Streichorchester,
die er am folgenden Tag mit Adrian Boult in London aufführt.
2. März bis 3. Juni: Zweite Reise in die Türkei.
Im Oktober ergeht ein Aufführungsverbot gegen Hindemiths Werke in Deutschland.
Komposition von drei Klaviersonaten und Beginn der Arbeit an einer Reihe von
Sonaten für alle gebräuchlichen Orchesterinstrumente, die erst 1955
abgeschlossen sein wird.
Beginn der Überarbeitung des Marienlebens.
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| 1937 |
29. Januar bis 20. Februar: Dritte
Reise in die Türkei.
Unterweisung im Tonsatz. I: Theoretischer Teil.
22. März: Hindemith reicht an der Hochschule für Musik in Berlin seine
Kündigung ein.
24. März bis 5. Mai: Erste Konzerttournee in die USA. Hindemith gibt Orchester-
und Kammerkonzerte in New York, Boston, Washington, Chicago und Buffalo.
Zusammen mit dem Tänzer Leonide Massine arbeitet er am Libretto zum Ballett Nobilissima
Visione.
25. September bis 25. November: Vierte Reise in die Türkei.
5. Dezember: Uraufführung der Symphonischen Tänze unter der
Leitung von Paul Hindemith in London.
Für die eigene Konzertpraxis entsteht die Sonate für Bratsche allein;
erste und zweite Orgelsonate.
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| 1938 |
9. Februar bis 11. April: Zweite
Konzertreise in die USA mit Stationen u.a. in New York, Boston, Philadelphia,
Chicago, Detroit, Buffalo und New Haven.
Mai: Während der „Reichsmusiktage“ in Düsseldorf wird die
Ausstellung „Entartete Musik“ gezeigt, in der neben Mahler, Schönberg,
Krenek oder Toch auch Hindemith angegriffen und verunglimpft wird.
28. Mai: Uraufführung der Oper Mathis der Maler unter der Leitung
von Robert Denzler in Zürich.
21. Juli: Uraufführung des Balletts Nobilissima Visione unter der
Leitung von Paul Hindemith in London.
August: Auflösung der Berliner Wohnung; Einlagerung von Möbeln, Büchern
und Dokumenten in Berlin sowie im Frankfurter Kuhhirtenturm.
13. September: Uraufführung der Orchestersuite Nobilissima Visione unter
der Leitung von Paul Hindemith in Venedig.
Ende September: Hindemiths lassen sich in Bluche oberhalb Sierre im schweizerischen
Kanton Wallis nieder.
Quartett für Klarinette, Geige, Cello und Klavier.
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| 1939 |
28. Januar bis 6. Mai: Dritte Reise
in die USA, die Hindemith diesmal auch nach Kalifornien führt. Über
die Perspektive, als Filmmusiker in Hollywood zu arbeiten, schreibt er: „Ich
glaube, daß ich von der Idee, hier am Film irgendwas mitzumachen,
(die auch noch durch die völlig wahnwitzige Idee, etwas künstlerisch
Wertvolles hervorzubringen, gestützt war) ziemlich kuriert bin. Ernsthaft
kann man das nicht betreiben.“
Hindemith beginnt mit den ersten Vorarbeiten zu einer Oper über den Astronom
Johannes Kepler, die er später Die Harmonie der Welt nennen wird.
Sonate für Bratsche und Klavier; Chöre für vier Männerstimmen;
Orchesterfassung von Liedern aus Das Marienleben; Konzert für
Violine und Orchester; Six Chansons.
Unterweisung im Tonsatz. II: Übungsbuch für den zweistimmigen Satz.
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| 1940 |
4. Februar: Paul Hindemith verläßt
die Schweiz und nimmt Exil in den USA. Dort diverse Lehrtätigkeiten
an Colleges und Universitäten im Staate New York.
März: Hindemith beendet seine Karriere als Bratschist: „Ich
habe doch beschlossen, die öffentliche Spielerei an den Nagel zu hängen.
Wenn sie nicht schöner ist als das was aus dem Grammophon herauskam,
ist sie nicht mehr wert, gezeigt zu werden.“
8. und 15. April: Vorträge an der Yale University in New Haven, Conn.
zum Thema: Betrachtungen zur heutigen Musik.
Hindemith nimmt das Angebot einer halben Stelle als Professor für
Musiktheorie an der Yale School of Music an.
12. September: Gertrud Hindemith trifft in den USA ein.
22. September: Paul und Gertrud Hindemith beziehen ein Haus in New Haven,
Conn.
28. September: Unterrichtsbeginn an der Yale School of Music.
Sonate für Orgel nach alten Volksliedern; Konzert für
Violoncello und Orchester; Symphonie in Es; Theme with Four
Variations (according to the four temperaments) for Piano and String Orchestra.
Unterweisung im Tonsatz. I: Theoretischer Teil (erweiterte Ausgabe).
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| 1941 |
6. Juli bis 17. August: Sommerkurs
mit Alter Musik beim Berkshire-Festival in Tanglewood.
Hindemith erhält eine volle Stelle als Professor für Musiktheorie an
der Yale School of Music und nimmt am 30. August seinen Unterricht auf.
Kompositionen für den Unterricht.
Englische Fassung vom Übungsbuch für den zweistimmigen Satz als: Exercises
in Two-part Writing.
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| 1942 |
Bedingt durch den Kriegseintritt
der USA im Dezember 1941, verschlechtern sich die Lebensumstände für
die deutschen Emigranten. Sie gelten jetzt als Bürger eines verfeindeten
Staates und haben Einschränkungen (z.B. der Reisefreiheit) hinzunehmen.
Der Postverkehr zwischen Amerika und Europa (und damit der Austausch von
Informationen) kommt fast vollständig zum Erliegen.
Hindemith beginnt eine umfangreiche Serie von Liedern für Sopran und Klavier
nach Texten deutscher, englischer, amerikanischer und französischer Dichter.
Sonata for Two Pianos, Four Hands; Klavierzyklus Ludus Tonalis.
Englische Fassung der Unterweisung im Tonsatz. I als: The Craft
of Musical Composition. Book I. Theory.
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| 1943 |
28. Oktober: Uraufführung von Amor
and Psyche unter der Leitung von Eugene Ormandy in Philadelphia,
Pa.
Bei den Bombardierungen Frankfurts wird auch der Kuhhirtenturm in Mitleidenschaft
gezogen; etliche Notenmanuskripte aus Hindemiths früher Zeit werden zerstört.
6th String Quartet in E flat; Symphonic Metamorphosis of Themes
by Carl Maria von Weber;Ballettouvertüre Amor and Psyche;
Bearbeitung von Monteverdis Orfeo.
A Concentrated Course in Traditional Harmony (erste Auflage).
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| 1944 |
Ballett Hérodiade.
A Concentrated Course in Traditional Harmony (zweite korrigierte
und erweiterte Auflage; 1949 deutsch erschienen als: Aufgaben für
Harmonieschüler).
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| 1945 |
Ehrendoktorwürde der University
of Pennsylvania in Philadelphia.
Beginn von jährlich stattfindenden Konzertveranstaltungen mit Alter Musik,
die Hindemith bis zum Ende seiner Lehrtätigkeit an der Yale University (1953)
fortsetzen wird.
1. Oktober: Hindemiths kaufen und beziehen ein Haus in der Alden Avenue in New
Haven.
Seinen 50. Geburtstag am 16. November feiert die Juilliard School of Music in
New York mit einer Konzertreihe, an der Hindemith als Dirigent beteiligt ist.
7th String Quartet in E flat; Concerto for Piano and Orchestra.
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1946
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11. Januar: Hindemith erhält
die amerikanische Staatsbürgerschaft und kann sich nun frei bewegen.
22. bis 26. Januar: Reise nach Kanada.
Hindemiths erreichen erste Nachrichten aus Europa.
3. Juni bis 28. August: Konzertreise nach Mexiko.
When Lilacs Last in the Door-Yard Bloom’d. A Requiem “For Those
we Love”; Symphonia Serena.
Elementary Training for Musicians (1975 auf deutsch erschienen als: Übungsbuch
für elementare Musiktheorie).
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| 1947 |
2. April bis 23. September: Europareise
mit Konzerten und Vorträgen in Italien, der Schweiz, in Holland, Belgien
und Österreich. Ein kurzer privater Aufenthalt in Frankfurt ermöglicht
Ende Mai/Anfang Juni das Wiedersehen mit Freunden und Verwandten.
Apparebit repentina dies for mixed chorus and brass instruments; Concerto
for Clarinet in A and Orchestra.
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| 1948 |
Mai: Hindemith erhält die Ehrendoktorwürde
der Columbia University in New York.
Verleihung eines Dr. hc. der Universität Frankfurt/Main.
5. August: Aufbruch zur zweiten, acht Monate dauernden Europareise mit Stationen
in England, Frankreich, der Schweiz, Italien, Deutschland, Österreich und
in den Niederlanden; Konzerte und Vorträge.
Blasseptett.
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| 1949 |
Hindemith reist im Auftrag der US-Militärregierung
durch Deutschland und verfaßt einen Bericht über die Situation
des Musiklebens in dieser Nachkriegszeit.
1. April: Rückkehr aus Europa.
Oktober: Berufung als Charles Eliot Norten Professor for Poetry an der Harvard
University, Cambridge, Mass.
23. November: Tod der Mutter.
Concerto for Horn and Orchestra; Concerto for Woodwinds, Harp and
Orchestra.
Elementary Training for Musicians (Revision der Fassung von 1946).
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| 1950 |
15. April bis 25. September: Dritte
Europareise mit Stationen in Frankfurt, Berlin, Salzburg und Wien.
24. Mai: Verleihung der Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin.
12. September: Anläßlich des Bach-Festes der Stadt Hamburg hält
Hindemith die Rede Johann Sebastian Bach – Ein verpflichtendes Erbe.
Sinfonietta in E.
Unterweisung im Tonsatz. III: Übungsbuch für den dreistimmigen
Satz (aus dem Nachlaß 1970 herausgegeben).
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1951
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Ab 1. August: Aufenthalt in Europa,
der bis September 1952 dauern wird.
Oktober: Zum Wintersemester beginnt Hindemith seine Lehrtätigkeit an der
Universität Zürich auf dem eigens für ihn eingerichteten Lehrstuhl
für Musikwissenschaft. Bis 1953 erfüllt er jährlich alternierend
seine Lehrverpflichtungen dort und an der Yale University.
15. Oktober: Bezug eines Hauses in Glattfelden bei Zürich.
24. November: Antrittsvorlesung.
Symphony in B flat for Concert Band; Symphonie „Die Harmonie
der Welt“.
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| 1952 |
7. bis 25. Februar: Konzertreise
nach Skandinavien. Hindemith dirigiert in Göteborg, Stockholm und
Oslo.
2. März: Verleihung des Hamburger Bach-Preises für 1951.
Mai: Aufnahme in den Orden Pour le Mérite.
20. Juni: Uraufführung der Neufassung der Oper Cardillac unter
der Leitung von Victor Reinshagen in Zürich.
23. September: Rückkehr nach New Haven.
Veröffentlichung der Harvard-Vorlesungen unter dem Titel A Composer's
World. Horizons and Limitations (1959 auf deutsch erschienen als: Komponist
in seiner Welt. Weiten und Grenzen).
Concerto for Trumpet, Bassoon and String Orchestra; Neufassung der Oper Cardillac; Sonate
für vier Hörner.
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| 1953 |
Mai: Ende der Lehrtätigkeit
an der Yale University in New Haven.
In den folgenden Jahren bis zu seinem Tod unternimmt Hindemith zahlreiche Konzertreisen
in viele Länder der Welt.
Übersiedlung in die Schweiz. Ab September: Wohnsitz in Blonay oberhalb des
Genfer Sees. Hindemith schreibt am 7. Oktober an Willy Strecker vom Schott-Verlag: „Unser
neues Haus läßt sich sehr gut an. Es ist wirklich ein Vergnügen,
nach so langen Jahren alle seine Sachen wieder beieinander zu haben.“
Kantate Ite angeli veloces (Text von Paul Claudel), Teil 3.
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| 1954 |
7. April: Uraufführung der
Neufassung der Oper Neues vom Tage unter der Leitung von Paul
Hindemith in Neapel.
23. Juni: Verleihung der Ehrendoktorwürde der Oxford University.
August bis Dezember: Konzertreise nach Südamerika mit Konzerten in Buenos
Aires, Montevideo, Cordoba, Bogotá und Sao Paolo.
Revision des Quintetts für Klarinette und Streichquartett op. 30.
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| 1955 |
9. Oktober: Verleihung des Sibelius-Preises
in Helsinki.
Kantate Ite angeli veloces Teil 1 und 2; Bearbeitung von Max Regers
100. Psalm.
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| 1956 |
4. bis 30. April: Konzertreise mit
den Wiener Symphonikern nach Japan.
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| 1957 |
11. August: Uraufführung der
Oper Die Harmonie der Welt unter der Leitung von Paul Hindemith
in München.
Dezember: Hindemith beendet seine Lehrtätigkeit an der Universität
Zürich mit Seminaren über Schönbergs Streichquartette und Madrigale
von Gesualdo.
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| 1958 |
23. September: Uraufführung
des Oktetts in Berlin, bei der Hindemith ein letztes Mal öffentlich
Bratsche spielt.
4. Oktober: Verleihung des Kunstpreises des Landes Nordrhein-Westfalen.
Fünfstimmige Madrigale nach Texten von Josef Weinheber; Pittsburgh
Symphony.
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| 1959 |
10. Januar bis 28. Februar: Reise
in die USA mit Konzerten in Pittsburgh, Waterville und New York.
8. September: Hindemith dirigiert das Konzert zur Eröffnung der Beethoven-Halle
in Bonn.
17. September: Während einer Probe in Oslo erleidet Hindemith einen Schwächeanfall
und eine kurzzeitige Amnesie.
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| 1960 |
4. Februar bis 17. März: Reise
in die USA mit Konzerten in New Haven, New York und Washington.
Begegnung mit dem amerikanischen Dramatiker Thornton Wilder, mit dem
Hindemith das Konzept für eine neue Oper erarbeitet.
Marsch für Orchester über den alten „Schweizerton“.
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| 1961 |
12. Juli bis 8. September: Reise
in die USA mit Konzerten in Chicago und Santa Fe; dort begegnet Hindemith
noch einmal seinem alten Freund Igor Strawinsky.
17. Dezember: Uraufführung des Einakters Das lange Weihnachtsmahl (nach
Thornton Wilder) unter der Leitung von Paul Hindemith in Mannheim.
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| 1962 |
Mainzer Umzug; Concerto
for Organ and Orchestra.
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| 1963 |
27. Februar bis 7. Mai: Reise in
die USA mit Konzerten in New York, Washington, Chicago und Milwaukee.
10./11. Mai: Verleihung des Prix Balzan in Rom.
28. Juni: Vortrag Sterbende Gewässer bei der Frühjahrssitzung
des Ordens Pour le Mérite in Bonn.
Oktober: Konzertreise nach Italien.
12. November: Die Uraufführung der Messe für gemischten Chor
a cappella in der Wiener Piaristenkirche unter Hindemiths Leitung ist sein letzter öffentlicher
Auftritt.
16. November: Hindemith erkrankt in Blonay und reist nach Frankfurt, um dort
einen Arzt aufzusuchen.
24. November: Einweisung ins Marienhospital.
28. Dezember: Hindemith stirbt in Frankfurt.
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